Pferderasse: Hannoveraner

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Rasseportrait
Aussehen
Hannoveraner sind weltweit eine der bekanntesten deutschen Warmblutzuchten.
Insbesondere durch viele sportliche Erfolge in allen Reitsportdisziplinen –
Springen, Dressur und Vielseitigkeit – konnten sie sich einen guten Namen
verschaffen. Sein Kopf ist allgemein proportioniert von mittlerer Größe
mit geradem Profil oder angedeuteter Ramsnase. Der Hals ist lang und muskulös,
er setzt hoch an den eher flachen Schultern an. Der Widerrist ist stark ausgeprägt
und geht weit in den langen Rücken hinein (Langrechteckpferd). Die Kruppe
fällt leicht ab, der Schweif ist hoch angesetzt. Die Brust ist breit und
das Fundament im Allgemeinen korrekt. Manchmal können Schwächen an
den Hufen auftreten.
Hannoveraner erreichen ein Stockmaß um 165 Zentimeter; die Rasse kann
aber stark variieren.
Die Fellfarben sind braun, dunkelbraun (häufig Äpfelung) und fuchsfarben.
Insgesamt sind jedoch alle Farben vertreten, wenn auch seltener. Auch weiße
Abzeichen an Kopf und Beinen sind häufig.
Herkunft und Haltung
Hannoveraner sind eine eher bodenständig gebliebene Warmblutrasse, welche
nicht so stark veredelt wurde. In Niedersachsen wurden schon im 15. Jh. Pferde
gezüchtet. Georg II. (König von England und Herr im Hause Hannover)
errichtete 1735 das Landgestüt Celle, welches den bäuerlichen Züchtern
beste Hengste zur Verfügung stellte. Bis heute ist es das Gestüt,
welches die größte Bedeutung in der Zucht der Hannoveraner besitzt.
Während des 19. Jh. wurden Hengste aus England und Mecklenburg eingeführt,
welche die Rasse beeinflussten. 1844 wurde die erste Körordnung erlassen.
1870 fand die erste Hengstparade statt und 1888 wurde das erste Stutbuch eingeführt.
In dieser Zeit war ein edles, gängiges Pferd gefragt, welches in den bäuerlichen
Wirtschaften sowie für die Truppen universell einsetzbar war. Trotz großer
Verluste während des I. Weltkrieges konnte die Zuchtbasis erhalten werden;
nach dem II. Weltkrieg wandelten sich die Ansprüche an den Hannoveraner.
Die Zucht konnte durch Einsatz von Englischem Vollblut und Trakehnern weiter
veredelt werden. So entstand die heutige Zuchtlinie des edlen, leistungsbereiten
Sportpferdes mit harmonischer Oberlinie und guten Gangarten mit viel Elastizität
und Raumgriff.
Hannoveraner sind heute auf der ganzen Welt berühmt durch ihre zahlreichen
großen Erfolge im Sport und das in allen Disziplinen des Reitsports. Die
Namen Ferdl (A. Schockemöhle), Dollar Girl (N. Skelton), Deister (P. Schockemöhle)
sind weltweit Inbegriffe des erfolgreichen leistungsbereiten Hannoveraners.
Da Hannoveraner ein unkompliziertes Wesen besitzen, sind sie auch für Freizeitreiter
sehr geeignet. Ihre bodenständige Kraft macht sie auch als Gewichtsträger
ideal.
Art und Wesen
Hannoveraner sind temperamentvoll, leistungsbereit und rittig. Sie sind dabei nicht überempfindlich und zeigen deutlich mehr Nervenstärke als viele andere Rassen. Dennoch kommen immer wieder Exemplare aus stark veredelten Linien vor, die bisweilen nicht leicht zu handhaben sind.
Herkunft: Deutschland
Exterieur / Interieur
Stockmaß: 160-170 cm
Farben: meist braun, dunkelbraun, aber alle klaren Farben
Eignung als: Freizeit, Sportpferd (Fahren, Springen, Vielseitigkeit, Dressur)























