Pferderasse: Friese

Pferderassen: Friese


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Rasseportrait

Aussehen

Der Friese ist ein absolut imposantes Pferd: lackschwarz, groß und stolz aufgerichtet, mit langem dichtem Langhaar und starkem Kötenbehang! Er besitzt einen relativ kleinen edlen Kopf mit etwas hohlem Nasenbein. Die Augen sind groß und wach, die Ohren klein, spitz und einander zugeneigt. Der kräftige gebogene und ausreichend lange Schwanenhals wird hoch getragen und geht über mit wenig ausgeprägtem Widerrist in den starken, nicht zu langen Rücken. Dieser ist leicht gemuldet, mit langer, schräger und breiter Kruppe. Die Schulter ist kräftig und schräg, lang gerippt; die Brust sehr breit. Die Beine sind von mittlerer Länge, mit gut entwickeltem Oberarm und korrektem Stand bei großen Gelenken. Die Fesselung ist eher kurz bei guter Schräge. Die Mähne ist üppig, wird sehr lang, ebenso wie der meist bis auf den Boden reichende Schweif. Die Hufe sind eher kurz und breit, aber üblicherweise gesund.
Die Rasse misst üblicherweise 160 Zentimeter, erscheint jedoch häufig erheblich größer durch die extrem starke Aufrichtung.
Die Fellfarbe ist schwarz, ein kleiner Braunstich kann auftreten, auch braune Äpfelung im Schwarz. Dies kann auch jahreszeitlich bedingt im Sommer auftreten. Abzeichen sind unerwünscht; lediglich auf der Stirn ist ein kleiner weißer Fleck erlaubt. Das Fell des Friesen ist kurz und glänzend; Mähne und Schweif lang und sehr dicht, häufig auch gewellt (Schneiden nicht zugelassen). Die Köten weisen starken Behang auf.
Die Gänge des Friesen sind elegant und raumgreifend bei schwungvoller Aktion und viel Schub aus der Hinterhand.

Herkunft und Haltung

Die Geschichte des Friesen ist die Geschichte der holländischen (friesländischen) Pferdezucht. Bereits prähistorische Funde von ca. 3000 v. Chr. weisen Pferde mit Stockmaß um 150 cm nach. Vom typisch kleinen und unansehnlichen Landpferd vollzog sich der Wandel zum „Barock“- oder „Ritterpferd“. Es wurde im frühen Mittelalter auf Größe, Kraft, Ausdauer, aber auch auf Repräsentationseigenschaft gezüchtet. Die Pferde mussten immerhin (im Kampf wie im Turniersport) Ritter mit Rüstung von insgesamt rd. 250 kg tragen! Überliefert sind Friesen-Märkte in Münster (Friesland gehörte zum Bistum Münster) und in Köln (1276 n.Chr. bzw. 1251 n.Chr.). Im 16. und 17. Jh. brachten spanische Herren orientalisch-andalusisches Blut herein. Im 19. Jahrhundert wurden die Friesen hauptsächlich mehrspännig als Galakarossiers verwendet, v.a. wegen ihres einheitlichen Exterieurs. Mit Beginn der Industrialisierung wurden die Kutschen leichter, man zeigte sich lieber in eleganten Wagen statt hoch zu Ross. Diese Mode führte zur Einkreuzung mit Trabern. Hieraus erhielt die Rasse die für sie typische starke Trabaktion und einen runden, gesprungenen Galopp. Allerdings wurde der Friese hierdurch auch für die Landwirtschaft nur mehr eingeschränkt nutzbar; der Wandel der Zeit im 19. und insbesondere seit Anfang des 20. Jh. ließen die Rasse fast aussterben. 1913 gab es nur noch drei Deckhengste. 1913 wurde der Verein Het Friesische Paard (Das Friesische Pferd) gegründet. Sehr langsam kam es zu einem Wiederaufbau der Zucht; immerhin gab es 1955 wieder 17 Hengste und 1962 23. In den 60er Jahren kam es neuerlich zu einem Abschwung. Von etwa 4000 Rössern 1962 sank der Bestand bis 1967 auf 974 registrierte Pferde. Mit dem Aufschwung des Reitsports jedoch kam jedoch die Wiederentdeckung der Friesen! Heute hat die Friesische Rasse wieder zahlreiche Liebhaber in Europa und den USA, welche seine Vielseitigkeit beim Reiten und Fahren sehr schätzen. Kreuzungen sind nicht gestattet.

Art und Wesen

Friesen erweisen sich als sehr freundlich und menschenbezogen. Sie sind gehorsam und talentiert, auch in Bezug auf die klassische Dressur. Das Temperament wird zwischen lebhaft und ruhig beschrieben. Im Allgemeinen zeigen sie robuste Gesundheit und große Genügsamkeit. Es heißt, sie sind die „Elefanten“ unter den Pferden, denn eine schlechte Erfahrung vergessen sie nie.

Herkunft: Niederlande


Exterieur / Interieur

Stockmaß: 155-165 cm
Farben: Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd




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Friese Verkaufspferde