Pferderasse: Bosnisches Gebirgspferd

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Rasseportrait
Aussehen
Die Bosniaken sind wohl proportionierte und ausgesprochen zähe Gebirgsponys.
Ihr Exterieur ist etwas quadratförmig, mit den typischen Ponymerkmalen.
Allerdings wurde ihr Aussehen nicht unerheblich durch eingekreuzte Araber beeinflusst.
Sie haben einen mittelschweren und trockenen Kopf mit einer breiten Stirn und
geradem Nasenrücken. Die Augen sind groß und aufmerksam, bei den
Ohren handelt es sich um kleine Ponyohren. Der kräftige, mittellange Hals
endet zwischen zwei gut gelagerten schräg liegenden Schultern. Auf dem
stark gedrungenen Rumpf, der durch runde Rippen gefestigt wird, ist eine breite
Brust zu finden. Der Rücken ist kurz und gerade und endet in einer langen,
schrägen Kruppe. Der Schweif ist tief angesetzt. Die Bosniaken haben stämmige,
starke, aber elegante Beine, deren kleine Hufen sehr hart und rundlich geformt
sind.
Bei diesen Ponys handelt es sich um eine Rasse bei der es enorme Wachstumsunterschiede
gibt. Der Großteil der Ponys misst ein Stockmaß von 128- 148 cm.
Am meisten sind Braune, Dunkelbraune, Schimmel und Füchse zu finden. Weniger
häufig sind Rappen. Bei diesen Ponys sind weiße Abzeichen auf dem
Kopf oder den Beinen unzulässig.
Herkunft und Haltung
Die Bosniaken sind in einer sehr mannigfaltigen Heimat sesshaft. Es sind sowohl
raues Klima und karge Bergregionen, als auch saftige Weiden zu finden. Die sehr
unterschiedlichen Stockmaße der Bosnischen Gebirgsponys kommen daher,
dass ihre Heimat nicht nur variierendes Gelände hat, sondern auch damit
verbunden wechselnde Futterbedingungen. Dennoch sind diese Ponys außerordentlich
zäh und wiederstandsfähig. Auch zu erwähnen ist, dass diese Rasse
ein Geheimnis umhüllt: ihre Herkunft. Es konnte noch nicht eindeutig belegt
werden woher die Bosnischen Gebirgsponys herstammen. Wahrscheinlich ist aber,
dass sie ursprünglich um einiges rauer waren. Ihr heutiges Aussehen weist
in mancher Hinsicht (feingliedrige Gliedmaßen, trockener Kopf) auf teilweise
orientalische Einflüsse hin. Eine Theorie: Ihr Ursprung seien westasiatische
Steppenrassen und Orientalen. Im 20. Jahrhundert soll eine Einkreuzung von Arabern
stattgefunden haben, um ihre Größe und Trockenheit zu steigern, wodurch
der Urtyp bedroht wurde. Es fand in Bosnien nie eine gezielte Zucht dieser Ponys
statt, allerdings waren sie bei den Bauern als Gebrauchsponys sehr verbreitet
und in der ländlichen Region waren andere Pferderassen eher selten, was
dazu führte, dass sie nicht oft mit solchen in Kontakt kamen. Allerdings
wurde die Zucht nach dem Zweiten Weltkrieg verbessert. Damit wurde der für
eine Zeit lang relativ große Anteil arabischen Blutes minimiert. Zur selben
Zeit fand aber auch die Motorisierung der Landwirtschaft statt, was den Zuchtplan
etwas aus der Bahn warf. Seit des Zerfalls Jugoslawiens drohen die Bosnische
Gebirgsponys auszusterben, da sie willkürlich mit anderen Pferdearten gekreuzt
werden. Die Bosniaken sind vor allem als Jugendponys und Fahrpferde geeignet.
Die größeren unter ihnen können durchaus auch von Erwachsenen
geritten werden. Sie sind aber auch in allen Sparten des Reitsports zu finden.
Art und Wesen
Es handelt sich bei den Bosniaken um ein ideales Gebrauchspferd. Sie sind zäh,
trittsicher, klug, arbeitsbereit, ausdauernd und robust. Außerdem sind
sie sehr langlebig durch ihre gute Gesundheit. Sie sind aber, wie viele Ponyrassen,
sehr eigenwillig, daher sollten Kinder diese Ponys nur unter Anleitung von Erwachsenen
reiten. Die Bosniaken sind auch als Distanz- und Wanderpferd geeignet und sind
auch im Geschirr zugwillig.
Herkunft: Bosnien-Herzegowina
Exterieur / Interieur
Stockmaß: 130-150
Farben: alle klaren Farben
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd



















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