Pferderasse: Berber

Pferderassen: Berber


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Rasseportrait

Aussehen

Der Berber zählt zu den ältesten Pferderassen und hat in letzter Zeit durch Zucht Änderungen in Wesen und Typ durchgemacht. Der Berber ist ein harmonisch gebautes Pferd von mittlerer Größe. Der Kopf ist trocken, mitunter etwas lang mit breiter Stirn und kleinen, beweglichen Ohren. Die großen Augen sind klar und wach. Die Nüstern sind fein geschnitten und auffallend geweitet. Sie zeigen gerades Profil oder leichte Ramsnase. Der mittellange, kräftige Hals hat eine gut gewölbte Oberlinie und setzt hoch zwischen den schrägen Schultern an. Der markante Widerrist geht in einen Rücken über, der kurz (sichtlicher Quadratpferdtyp) ist und kräftig. Er endet in einer rundlichen, abfallenden Kruppe. Der Schweif setzt tief an. Die kräftigen, sehr trockenen Gliedmaßen (mit klaren Sehnen und Gelenken) sind lang und schlank, zugleich äußerst stabil und belastbar. Die mittellange Fesselung ist steil. Kleine Hufe aus ungewöhnlich hartem Horn.
Das durchschnittliche Stockmaß der Berber liegt zwischen 148 und 160 cm.
Es kommen alle Farben vor (außer Scheckungen und Stichelhaare), aber vor allem Schimmel und Braune. Ebenfalls des Öfteren zu finden: Füchse. Rappen, Falben und Isabellen findet man deutlich seltener. Das Fell der Berber ist dicht und glänzend. Das Langhaar ist nicht all zu dicht bis üppig und oft gewellt.

Herkunft und Haltung

Die Berber haben ihre Heimat seit Jahrhunderten an den Küsten Marokkos, Algeriens und Tunesiens. Der Name stemmt vom Wort „Barbary“, was ursprünglich so viel bedeutete wie „fremd, unbekannt“, allerdings auch heidnisch. Der Ursprung der Rasse ist bis heute ungeklärt, genauso wie die Frage, ob der Berber vor dem arabischen Vollblut in dieser Region lebte und womöglich dieses beeinflusste. Etliche Rassen im Nahen Osten und in Ländern der früheren Sowjetunion wurden sichtlich durch den Berber beeinflusst. Zu erwähnen ist hier besonders der Achal- Tekkiner, der viele Merkmale der nordafrikanischen Rasse besitzt. Berberblut ist ebenso unter den iberischen Pferden zu finden, ebenso wie bei den Camarguais, welches im 8. Jahrhundert durch die maurische Invasion nach Europa kam. „Godolphin Arabian“ der Stammvater des Englischen Vollbluts, war trotz des arabischen Namens ein Berber. Durch die Verschiffung spansicher Pferde gelangte der Berber auch nach Amerika, wo er den Criollo und den nordamerikanischen Mustang beeinflusste. Berber wurden oft zur Veredelung europäischer Rassen genutzt, eine Reinzucht der Rasse selbst, der höchstens Araberblut zugeführt wurde, erfolgte lediglich bei den Nomandenvölkern der heimatlichen Region. Heutzutage sind reinrassige Berber selbst in ihrer Heimat eine Seltenheit. Auch wurden in den letzten Jahrzehnten nur wenige nach Europa eingeführt. Sie erweisen sich als wendige, äußerst ausdauernde und trittsichere Reitpferde und werden besonders gerne als Wanderreitpferde genutzt. Der Berber kann seinen speziellen Charme aber richtig in den afrikanischen, landestypischen „Fantasias“ entfalten. Dabei werden Reiter und Pferd reichlich geschmückt und nehmen an verschiedenen Geschicklichkeitsspielen, Schaukämpfen und Galopprennen (über kurze Strecken) teil.

Art und Wesen

Berber sind wie die meisten Wüstenpferderassen genügsam und kommen lange Zeit mit wenig Wasser und Futter aus. Weiters sind sie robust, treu, schnell und langlebig. Sie haben ein ausgeglichenes Wesen, verfügen über Nervenstärke und Mut. Sie lernen in der heißen Wüstensonne ihre Kräfte zu schonen, dadurch können sie, wenn es gefordert wird, sofort schnell und ausdauernd und wendig sein. Berber sind freundlich im Umgang. Ihr Schritt ist trittsicher, ihr Trab flott und ihr Galopp ausdauernd. Sie können auch Tölt und Hetwahr. Sie sind auch bewährtes Polo- und Freizeitpferd, sowie sehr geeignet für Distanz- und Wanderreiten und als flottes Fahrpferd.

Herkunft: Nordafrika


Exterieur / Interieur

Stockmaß: 145-155 cm
Farben: alle, jedoch keine Schecken oder Stichelhaare
Eignung als: Freizeitpferd




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Berber Verkaufspferde