Pferdetagebuch: Pintostute Heidi
Name: Heidi
Rasse: Pinto
Farbe: Tobiano-Plattenschecke
Geburt: 2005
Stockmaß: 160 cm
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Heidis Tagebuch
16. Oktober 2007
Aufgrund einer Anzeige in einer Pferdezeitung fahren wir zu einem abgelegenen Bauernhof in Oberkärnten. Dort wird eine Pinto-Stute verkauft, für kleines Geld.
Gut, dachten wir, das schauen wir uns mal an. Gesagt
getan und hingefahren. Leider kamen wir zu spät, die Stute war
schon jemand anderem versprochen. Doch diese Stute hatte eine 2.5jährige
Jungstute bei Fuß und sie war ebenfalls zu verkaufen. Da sie
weitaus schöner und größer war als ihre Mutter, war
ich schnell begeistert von ihr und ich spürte, dass sie etwas
ganz besonderes war. Als ich zu ihr in die Koppel stieg, warnte mich
der Bauer, dass sie auf Fremde sehr scheu reagiert. „Wird schon
gehen“ dachte ich und rein. Brav kam sie an und lies sich streicheln.
Doch wenige Sekunden später ging es los: Sie legte die Ohren
an, drehte sich um und keilte in meine Richtung. Durch einen beherzten
Sprung wurde aus dem Volltreffer gegen den Kopf ein Fasttreffer. Ich
blieb jedoch in der Koppel und ging erneut ganz langsam und vorsichtig
auf sie zu, was sie mit Flucht quittierte. Meine Frau hatte eine Heidenangst
und wollte dass wir wieder fahren. Ich war jedoch davon überzeugt,
dass dieses Pferd auf mich gewartet hat, mein Bauch sagte es mir (und
der hat immer Recht *g*). Ich rief unsere Zureiterin an und berichtete
ihr, dass eine große Aufgabe auf sie wartete (sie wusste ja
nicht WIE groß sie werden würde). Per Handschlag ging das
wunderschöne Pferdchen an mich für kleines Geld und wir
fuhren wieder nach Hause. Abholung eine Woche später. Wenn wir
gewusst hätten, was mit dieser Stute (die Heidi heißt)
noch auf uns zukommen sollte, wären wir schreiend davon gelaufen...
21. Oktober 2007
Nun war es soweit. Hänger eingepackt und runter
nach Kärnten gefahren, wo wir 2 Stunden später ankamen.
Die Mutter war mittlerweile verkauft und eine völlig verstörte
und verängstigte Tochter harrte neben dem Kuhstall ihrem Schicksal.
Nachdem wir alle Formalitäten geklärt hatten, fuhren wir
mit dem Hänger in die Koppel, stiegen aus und suchten schnell
das Weite (hinter den Zaun). Der Bauer war zu diesem Zeitpunkt stockbesoffen...
und führte uns fröhlich seinen Satansbraten Richtung Hänger.
Doch kaum in Schritt gesetzt trafen den Bauern zwei Hufe voll in den
Bauch und er ging in die Knie, ein extrem wütendes Pferd vor
sich, bereit ihn jederzeit zusammenzutreten, wenn er sich noch mal
nähert. Doch er war immer noch gut gelaunt und taumelte erneut
auf sie zu und führte sie weiter. 3 Schritte weiter, der nächste
Auskleiler, diesmal beide Hufe in die Seite. Wir waren völlig
entsetzt und steif vor Schreck. „Wie konnte der das überleben!“
dachte wir uns. Aber damit nicht genug. Der Bauer fluchte, grinste
und ging wieder auf sie zu. Diesmal umlief sie ihn und trat ihm mit
voller Wucht beide Hinterhufe in den Rücken. Der Bauer entfloh
daraufhin der Schwerkraft und krachte etwa 5 Meter weiter hinten auf
den Boden, wo er benommen liegen blieb. Das Handy gezückt und
die Notrufnummer tippend kroch ich bereits in die Koppel und wollte
ihm zur Hilfe kommen. Doch schon war der Bauer wieder auf den Beinen,
fluchte, grinste und schnappte sich das Pferd erneut. Durch die Anstrengung
und die Aufregung, war die Stute nun zu müde um weiter zu toben
und fügte sich protestierend und steigend ihrem Schicksal.
Nach etwa 1 Stunde war das Pferd auf dem Hänger und wir kreidebleich. Spätestens jetzt wusste Christina, unsere Zureiterin, was auf sie zukam und sie war weiß wie eine Wand und kurz vor der "Ohnmacht".
Nachdem wir uns überzeugt hatten, dass der Bauer die Nacht überleben würde, sind wir dann mit dem Neuerwerb nach Hause gefahren, Richtung Reitstall, wo sie ab jetzt eine neue Heimat finden sollte. Im Auto sehr skeptische Menschen und im Hänger ein müdes Pferd, dass jedoch erstaunlicherweise sehr aufmerksam und fröhlich aus dem Hänger blickte, sobald wir außer Sichtweise des Vorbesitzerstalles waren.
2 bange Stunden später kamen wir im Reitstall
an...
21. Oktober 2007 - spätabends
wir fuhren den Hänger auf den Hof und fragten uns spätestens jetzt, wie wir diesen Satansbraten vom Hänger bekommen sollten, ohne dass jemand dabei zu Tode kommt!
Da niemand verrückt genug war, dieses kleine Monster rückwärts vom Hänger zu führen, fuhr ich den Hänger einfach in die Vorkoppel und wir machten die Hängerrückwand auf und flüchteten aus der Koppel und hinter den Zaun in Sicherheit. 10 Minuten später schafften wir es, das Pferd aus dem Hänger zu treiben. Wie eine Furie kam es aus dem Hänger und verschwand donnernd in der dunklen Ecke der Koppel. Die anderen Pferde waren zu dieser Zeit natürlich schon lange im Stall.
Mittlerweile kamen andere Einsteller auf den Hof und wollten den Satan in Person sehen. Schaulustige halt *g*
Nachdem sich unsere Heidi ausgetobt hatte und sich beruhigt hatte, kam die Frage nach dem Verbleib des Pferdes in dieser Nacht. Da wir sie nicht da lassen konnten, wo sie stand, kam nur der Gang in die Box in Frage. Dazu sei gesagt, dass ihre Box am hinteren Ende des Stalles lag und sie dabei an allen anderen Pferden vorbei musste. Christina opferte sich und schnappte sich das „Heidilein“, die zu aller Erstaunen recht brav folgte und sich fast ohne Probleme in die Box führen ließ!
Glücklich über den guten Ausgang und emotional
erschöpft fuhren wir nach Hause um erst mal zu verdauen, was
heute passierte...
22. Oktober 2007
Früh am Morgen fuhren wir zum Reitstall um unsere
Heidi zu begutachten.
Sie hatte die Nacht gut überstanden, ganz ohne Kolik, was wir
wegen der Aufregung befürchteten, zumal ihr der Vorbesitzer Lämmerkorn
zu fressen gegeben hatte um sie zu bestechen in den Hänger zu
gehen.
Christina holte unser Monster aus der Box und führte
sie auf eine Zwischenkoppel, wo sie über den (stabilen!) Zaun
hinweg Kontakt mit den anderen Pferde aufnehmen konnte.
Völlig fröhlich lief sie auf die anderen Pferde zu, die
Ohren weit vorne und freundlich. Doch alle anderen Pferde begannen
zu toben und zu randalieren, als wäre der Satan persönlich
erschienen, obwohl sie sonst ausnahmslos brav und offen gegenüber
Neuen sind. Schnell wurde uns klar, was für ein Pferd wir da
hatten! Heidi hatte keinerlei Erziehung genossen und KANNTE schlicht
keine anderen Pferde außer der Mutter und die war immer gut
zu ihr.
Wir ließen sie den Tag auf dieser Koppel und gaben ihr die Möglichkeit sich zu akklimatisieren. Die anderen Pferde tobten noch eine Weile und wurden dann ruhiger, bissen aber sofort nach Heidi, wenn sie ihnen den Kopf freundlich über den Zaun streckte, was sie überhaupt nicht verstand und überhaupt, wo war ihre Mama und die Welt war schlecht!
Am Abend ging das Reinführen in die Box wieder
recht gut, aber jedes Mal mit extrem viel Adrenalin im Blut.
23. Oktober 2007
Zeit etwas zu tun. Heidi musste in die Herde und
dazu musste sie sich an die anderen Pferde gewöhnen. Doch die
dachten nicht dran, sie zu akzeptierten und bissen weiter über
den Zaun, wenn sie zu nahe kam. Am schlimmsten war unsere Norikerstute
Kristl. Sie HASSTE sie auf den Tod (bei ihr kam noch die Eifersucht
hinzu). Lediglich die Fjord-Schulpferdstute, war bereit sie erst mal
so zu nehmen, wie sie war.
26. Oktober 2007
Nachdem sich Heidi mit Kira, der Fjordstute angefreundet
hatte, gaben wir sie zusammen und sie schlossen schnell Freundschaft.
Aufgrund ihres sehr jugendlichen Alters wurde Heidi von der braven
Stute adoptiert. Ein wichtiger Schritt war geschafft!
30. Oktober 2007
Nun war es soweit, Heidi der Herde vorzustellen,
bzw, die rasende Meute auf sie loszulassen.
Die Herde war jedoch völlig anderer Meinung. Mit zurückgelegten
Ohren und gebleckten Zähnen gingen sie auf die arme Kleine los,
die doch nur Freundschaft wollte und selbst dann noch mit aufgestellten
Ohren auf die losstürmenden Furien zuging, was sie dann sehr
schmerzhaft quittiert bekam. Sie wurde quer durch die Koppel getreten
und wir hatten schon Angst, dass sie sich ernsthaft verletzen könnte.
Allen voran unsere Norikerstute, welche die Herdchefin der Stuten
ist. Die kleine Fjordstute setzte sich jedoch immer mehr durch und
beschütze sie so gut es ging.
10. November 2007
Mittlerweile hatte die Herde kapiert, dass es doch
nicht der Satan war, der da kam, aber sie hassten sie weiterhin, ließen
sie jedoch größtenteils in Ruhe.
Wir begannen zu dieser Zeit mit dem Pferd ein wenig auf Tuchfühlung
zu gehen, bzw Christina, die Stallbesitzerin und zukünftige Zureiterin
tat dies (mit ARGEN Magenschmerzen). Es war jedoch so wie wir es kannten.
Sie lies sich streicheln und begann dann sofort völlig auszuflippen.
Ihr Gehirn schaltete sich aus. Sie keilte stets aus und ihre Absichten
waren klar. Doch wir gaben nicht auf!
20. November 2007
Langsam wurde es besser und Heidi wurde ein wenig
ruhiger und zahmer, auch wenn sie nach wie vor hüpfte und auskeilte,
aber nicht mehr so schlimm wie zuvor. Meine Panik vor diesem Pferd
war bislang nicht gewichen und ich weigerte mich beharrlich dem Pferd
auch nur zu nahe zu kommen, solange kein stabiler Zaun dazwischen
war. Dazu sei gesagt, dass ich selbst wilde Tiger im Zoo streicheln
würde und selbst die schärfsten Hunde bei mir lammfromm
werden! Doch diese Stute versetzte mich einfach in Todesangst!
Allerdings wurde ich von Christina dazu gezwungen, was mich sehr viel
Schweiß gekostet hat. Oft ging der Tritt von ihr nur knapp an
mir vorbei, was es nicht besser machte. Doch ich merkte, dass sie
es nicht mehr aus Bösartigkeit tat, sondern es vielmehr ein Reflex
geworden war und sie danach stets merkte, dass es eigentlich keinen
Grund gab so wütend zu werden.
25. November 2007
Premiere! Heute wurde ich mal wieder gezwungen Heidi
von der Koppel zu holen um sie reinzuführen. Ich ging zur Koppel
und merkte, dass irgendetwas anders war. Heidi schaute mich mit einem
Blick an, den ich nicht deuten konnte. Eine Mischung aus Frage, Verachtung
und Hoffnung. Ich näherte mich ihr vorsichtig und siehe da, die
Ohren blieben vorne! Ich streichelte sie über den Zaun und auch
einige Minuten später noch keine bösartige Reaktion. Etwas
verunsichert und an „versteckte Kamera“ denkend, ging
ich in die Koppel und nahm sie am Halfter. Brav folgte sie mir und
stubste mich fröhlich und sanft in die Seite (etwas, dass sie
sonst höchstens mit den Hufen machte!). Da zerbrach plötzlich
etwas und ich merkte, dass es die Mauer war, die zwischen uns lag!
Plötzlich war alle Panik sowohl bei ihr als auch bei mit gewichen!
Ich blieb stehn, schaute sie an, sie schaute mich an mit ihrem treuen
Hundeblick und ich wusste, dass ich sie nun „geknackt“
hatte. Wir hatten zueinander gefunden! Ich umarmte sie, beschmuste
sie und streichelte sie und sie lies es mit sich geschehen! Ein Wunder
war geschehen! Es sollte der Tag sein, an dem sie das Vertrauen in
die Menschen zurückerlangte! Nie wieder danach hat sie in böser
Absicht ausgekeilt! Sie war zwar nach wie vor ein sehr wildes Tier
(da auch sehr jung), doch sie hatte Vertrauen zu mir und wusste ab
jetzt, dass ihr nichts mehr böses passieren konnte!
28. November 2007
Ab jetzt begannen wir sie auf den Menschen zu prägen,
bzw, soweit zu bekommen, dass sie Berührungen zulässt. Christina
begann mit viel Mühe und Geduld damit sie am ganzen Körper
unempfindlich zu machen und sie überall zu berühren. Auf
der gesamten Vorderhand ging es ohne Probleme, doch die Mittelhand
wurde mit Quietschen und Hüpfen quittiert. Jedoch nicht aus Boshaftigkeit
sondern ehr als Aussage „Hey, das darfst du doch gar nicht“.
An die Hinterhand war jedoch nach wie vor nicht zu denken! So todesmutig
war dann doch niemand zu dieser Zeit!
10. Dezember 2007
Nach konsequentem Training seitens Christina schafften
wir es nun auch die Mittelhand ohne Probleme berühren zu können.
Ein wichtiger Schritt in Richtung Bodenarbeit! Doch nach wie vor war
die Hinterhand tabu für sie und wurde nach wie vor mit Quietschen
und Hüpfen quittiert. Doch Vorderhand und Mittelhand waren mittlerweile
schon ganz gut, sie ließ sich sogar schon die Vorderhufe ein
wenig aufheben, auch wenn sie das noch sehr unsicher tat und oft ein
wenig mit dem Vorderhuf trat. Unser Verhältnis zum Pferd war
mittlerweile sehr gut geworden und sie hatte nun auch sehr viel Vertrauen
zu Christina, was es ihr sehr erleichterte mit ihr zu arbeiten.
18. Dezember 2007
Nach einem Anruf und der Aussage nach einer „Überraschung“
eilte ich zum Reitstall und Christina präsentiert mir etwas,
mit dem niemand jemals gerechnet hätte! Sie konnte die Hinterhand
bearbeiten und ihren linken Fuß heben! Kurz nur, aber ohne Auszucken
seitens des Pferdes. Ich freute mich wie ein Schneekönig und
sie setze noch einen drauf, schnappte sich die Vorderhufe und kratzte
sie aus, ohne dass Heidi auch nur Anstalten machte zu treten!
Ein toller Tag, der eine neue Ära in Sachen Heidi einleiteten
sollte.
15. Februar 2008
Zwischenzeitlich war unser Hufschmied da, um ihre
Hufe zu richten.
Er ist der beste Hufschmied in unserer Region und hatte noch so gut
wie nie ein Pferd, dass er nicht bearbeiten konnte. Doch vorsichtshalber
sedierte er Heidi.
Die Vorderhufe waren kein Problem, doch an der Hinterhand angekommen
bekam Heidi wieder Panik und wehrte sich mit aller Macht, die ihr
zur Verfügung stand. Nach etwa 1 Stunde Kampf mit den Hinterhaxe
und vielen Tritten gab der Hufschmied auf mit den Worten „Zum
Metzger bringen oder Vollnarkose!“.
Weder das eine noch das andere taten wir natürlich. So blieben
die Hufe hinten halt unbehandelt. Nicht weiter schlimm, so überständig
waren sie noch nicht. (Ein anderer Hufschmied, konnte später
ohne Probleme alles mit ihr machen, sie hasste einfach nur diesen
spezielle Hufschmied und das bis heute!)
Mittlerweile arbeiteten wir sehr viel in engem Körperkontakt mit Heidi und konnten bald auch die Hinterhufe recht problemlos aufheben, nur dass sie nicht auf 3 Beinen stehen kann, da sie das Gleichgewicht nicht lange halten kann.
Nachdem die erste Winterhälfte vorbei war, begannen
wir nun mit Bodenarbeit für Heidi. Sehr brav lies sie sich von
mir führen und folgte mir auf Schritt und Tritt. Auch Christina
kam sehr gut mit ihr zurecht. Alle anderen Personen hatten jedoch
nach wie vor große Angst vor ihr und sie tat ihr übriges
dafür.
18. Februar 2008
Heute war Longier-Premiere! Heidi ging in allen GGA
an der Longe, so als ob sie nie etwas anderes getan hätte. Tatsächlich
hatte der Bauer scheinbar schon öfters mit ihr gearbeitet, aber
ohne es zu können, denn sie hatte panische Angst vor der Longepeitsche!
Und es ging nur links rum. Rechts ging gar nicht, da der Vorbesitzer
sie immer nur in eine Richtung longiert hatte (Glückwunsch...).
22. Februar 2008
Das Longieren und arbeiten mit Heidi macht allen
sehr viel Freude und sie lernt extrem schnell. Auch das Longieren
über die rechte Seite geht nun schon ganz gut in allen GGA.
Wir sind davon überzeugt, dass wir uns im Sommer zum ersten Mal
auf sie draufsetzen können!
25. Februar 2008
Heute haben wir wieder Longiert. Heidi war sehr brav,
so brav, dass Christina auf dumme Ideen kam. Sie ging zu Heidi und
wollte, dass ich sie auf Heidi draufhebe! Ich dachte sie scherzte,
aber da sie niemals Scherze macht, wenn es um Pferde geht, wurde mir
bewusst, dass sie entweder den Verstand verloren hatte, oder aber
sie meinte es wirklich ernst.
Mit Bauchschmerzen und stets einen Fuß zur schnellen Flucht
gedreht hob ich sie auf Heidi und sie legte sich sehr vorsichtig über
ihren Rücken. Und siehe da! Sie lies es kurz zu! Was für
ein Tag!
27. Februar 2008
Nach Absprache wollten wir heute versuchen, auf Heidi
aufzusitzen. Da sie uns mittlerweile signalisierte, dass sie das zulassen
würde, wurden wir ein wenig mutiger. Christina nahm all ihren
Mut zusammen und ich hob sie in den Sattel (Steigbügel ließen
wir natürlich noch weg). Und dann saß sie oben, sie saß!
Und Heidi wusste nicht recht, ob sie hupfen oder sich freuen sollte
und Christina nicht recht ob sie lachen oder weinen sollte vor Anspannung
(was sie nie zugeben würde *grins*). Doch Heidi blieb absolut
ruhig und lies sie im Sattel! Sie lies sich sogar einige Schritte
mit Reiter führen! Ein Wunder nach dem anderen! Spätesten
jetzt wurde mir klar, was für ein besonderes Pferd ich da ausgesucht
hatte! Nein, sie hatte MICH ausgesucht!
29. Februar 2008
Erneutes Aufsatteln und Aufsteigen. Heidi war wieder
sehr brav, wie beim letzen Mal und nun führte ich sie mit Reiterin
mehrere Runden durchs Viereck. Ohne Probleme! Und Heidi wollte mehr,
viel mehr, denn sie hatte Blut geleckt und war begierig darauf zu
arbeiten.
1. März 2008
Erstes Reiten an der Longe! Heidi zeigt wundervolle
Gänge und einen guten „Heckantrieb“, wer hätte
das gedacht! Sie geht fast schon von selber "zusammengestellt"
und hebt die Vorderhand wie bei der Dressur! Christina bringt sie
in Trab und Heidi macht es wie ein Profi, als hätte sie schon
lange alles gekonnt. Nur Schritt ist noch etwas schwer, weil sie einfach
„marschieren“ will, zu viel Energie hat das Mädel
noch, aber sie reagiert sehr sehr brav. Kurz darauf folgt auch Galopp
an der Longe und alles macht sie völlig cool und brav. Bald auch
in die „schlechte“ Richtung.
3. März 2008
Erstes Freireiten! Christina führt Heidi im Schritt quer durchs Viereck. Erst einige Runden und dann merkt Christina schnell, dass Heidi auf jeden Schenkel wie ein alter Hase reagiert. Sie versucht erste Hufschlagfiguren und siehe da, Heidi macht es! Einfache Schlangenlinien, doppelte, Handwechsel diagonal, alles als wäre es das normalste was es gibt!
8. März 2008
Heute ist der große Tag gekommen! Ich setze mich zum ersten Mal auf Heidi zur Sattelprobe für ihren neuen Sattel. Ich führe sie frei durch das Viereck und sie reagiert auch auf meine Schenkelhilfen als würde sie nichts anderes kennen, obwohl ich ein ehr mäßiger Reiter bin. Fantastisch! Auf ihr sitzt man wie in einem Wohnzimmersessel! Was für ein Gefühl!
12. März 2008
Erstes Freitraben auf Heidi. Etwas unrund unter mir, aber unter Christina absolute professionell und auf jede Hilfe nahezu perfekt reagierend. Heidi lernt in fast schon erschreckendem Tempo und wir rechnen damit, dass sie in wenigen Wochen zugeritten sein wird, wenn es so weiter geht. Sie hat sehr viel an Kraft zugelegt und bebt vor Energie und sie wird sicherlich ein extrem schnelles Pferd werden.
18. März 2008
Nachdem Heidi weiterhin sehr große Fortschritte macht und extrem schnell lernt, habe ich beschlossen, sie im August zur Stutbuchaufnahme zuzulassen. Bis dahin sind noch 4 Monate Zeit und es muss uns gelingen sie bis dahin „draußen“ zu reiten und sie verladefromm zu bekommen. Ein weiter Weg, aber wenn sie es so meistert, wie alles andere bislang, habe ich gute Hoffnung!
20. März 2008
Mittlerweile ist Heidi ein sehr verschmustes Pferd,
dass sich immer freut, wenn ich komme und mir einfach das Gefühl
gibt, dass sie mir nie (mehr) etwas tun wird. Lediglich bei einer
Störung während sie frisst, reagiert sie sehr empört
und keilt aus, wenn man sie vom Heu wegbringen will, selbst wenn es
draußen ist. Aber auch das wird sich sicherlich geben!
Doch ihre Launen, die sie vor allem in der Rosse hat, zeigen uns,
dass wir es nach wie vor mit einem sehr jungen und sehr wildem Pferd
zu tun haben, was man angesichts ihrer immensen Fortschritte nur allzu
leicht vergisst! Hier zeigt sich dann ihr Vollblut-Anteil, den sie
in 3. Generation hat.
22. März 2008
Heute wurde Heidi zum ersten Mal mit anderen Pferde
zusammen im Viereck geritten. Ich ritt Heidi nach einer längeren
Longereitphase und Freireitphase ab und meine Frau und ihre Kinder
ritten auf den Schulpferden. Heidi war absolut brav und lies sich
auch dann nicht aus der Ruhe bringen, wenn die anderen von hinten
zu ihr aufschlossen. Sehr brav!
Zurück im Stall dann wieder eine Premiere. Die Abschwitzdecke!
Sehr skeptisch lies es Heidi über sich ergehen, dass ich diese
riesige Decke über ihr ausbreitete. Sie hupfte auch einmal kurz,
aber dann lies sie es brav geschehen. Sie war sehr nass geschwitzt
und sichtlich fertig durch das diesmal sehr ausführliche Training.
Zurück in der Box machte ich den Fehler und gab ihr eine Hand
voll Heu. Sofort stürzte sich sie drauf und dann gingen auch
schon die Ohren bis zum Anschlag nach hinten. Ich wusste, dass sie
mich fressen würde, würde ich jetzt in die Box gehen. Mein
Fehler...
31. März 2008
Heute ist unser Heidilein zum ersten Mal frei gallopiert. Das "erste Mal" klingt nach schwerer Arbeit bis sie im Galopp war. Aber mitnichten. So als ob sie es schon jahrelang können würde, geht sie schon auf nur ganz kleine Hilfen in Galopp und dreht brav ihre Runden, ohne mit der Wimper zu zucken. Braaaves Mädi! :)
1. April 2008
Der Tag der Aprilscherze sollte für uns zum
Tag der Verwunderung werden...
Da wir seit längerer Zeit einen schönen Plattenscheck für
unser Mädi zum Decken suchen, sind wir heute zu einem Tinkerzüchter
ums Eck gefahren, der einen wunderschönen Tinkerhengst (Tobiano
Rappschecke) sein Eigen nennt. Für einen Tinker mit über
160 sehr groß, war er geradezu passend für unser Mädi
(und mit ellbogenlanger Mähne und kolossalem Kötenbehang
ein wahres Prachtstück!) und da sie gerade rossig war dachten
wir uns, die Gelegenheit beim Schopfe packen und her mit der Kleinen
zum Decken. Sehr skeptisch, ob Heidi ebenso spontan ist wie wir, fuhren
wir nach Hause, mit dem Hänger des Tinkerzüchters am Heck,
um unser "Katastrophenpferdchen" abzuholen. Mit flauem Gefühl
im Magen, denn das letzte Mal, als sie in einen Hänger sollte,
hat sie denjenigen, der sie reinführte fast getötet (siehe
21. Oktober 2007). Wir hatten uns viel Zeit gelassen, da wir davon
überzeugt waren, dass wir sie nicht in den Hänger bekommen
würden ohne dass es enorme Probleme geben würde.
Nachdem wir sie auf Hochglanz poliert hatten (damit der Hengst auch
was zu schauen hat *g*), haben wir dann unser Mädel mit 3 Mann
Richtung Hänger geführt, bereit uns jederzeit in die Schützengräben
zu werfen um dem Granatfeuer der Stute zu entgehen.
Allesamt nervös (Heidi ehr neugierig), gings zum Hänger
und wir konnten gar nicht so schnell schauen wie es passierte...
Es machte *schhhwuppp* und das Mädel stand im Hänger, neugierig
um sich schauend. Wie eine Alte, als wäre der Gang in den Hänger
das allernormalste der Welt... und wir warteten drauf, dass sie sagt
"April April" und zu randalieren beginnt. Doch nichts passierte.
Ganz brav lies sie sich anbinden, Hänger zu und dahinter 3 sehr
dumm aus der Wäsche schauende Menschen, die mal wieder an versteckte
Kamera glaubten!
20 Minuten und hunderte Kurven später waren
wir auf der Alm beim Pferdezüchter. Im Gepäck eine nassgeschwitze
und am ganzen Leib zitternde Heidi. Sie hatte sicher furchtbare Angst,
dass wir sie nun wieder hergeben würden und wusste nicht, was
auf sie zukommt. Nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte und die
anderen Pferde aus dem Hänger raus gesehen hatte, haben wir sie
abgeladen und zum Stall geführt, wo auch schon der Hengst wartete
und neugierig war, was da für ihn kam. Nachdem sie 1 Stunde in
der Box gestanden hatte und sich beruhigt hatte, haben wir sie dem
Hengst vorgeführt, um zu schauen, ob sie überhaupt noch
Lust auf ihn hatte (sonst wären wir gleich wieder nach Hause
gefahren mit ihr). Vor dem Verladen war sie noch stockrossig und setzte
uns den Stall unter Wasser.
Der Hengst kam zu ihr, sie beschnüffelten sich, sie quitschte
und... nichts passierte. Ok, die Aufregung, dachten wir. Weiter versucht,
eine halbe Stunde lang, doch kein Rossen, kein Blitzten, kein Quitschen,
nichts... aber auch kein Abschlagen! Sie war definitiv überfordert
und wusste nicht, was sie nun tun sollte! (Sie ist ja noch Jungfrau
und hat noch niemals einen Hengst gesehen, schon gar nicht so einen
stabilen Burschen, der sich dann auch noch mit seinem Gewicht auf
die drauflegt!). Nachdem der Hengst dann einfach draufgehüpft
ist und sie fast vergewaltigt hat, ist das zarte Heidilein in die
Knie gegangen und der Hengst hat abgelassen. Danach hatte er einfach
nur noch Angst vor ihr, weil er dachte, sie lehnt ihn ab und keilt
ab jetzt aus... das wars dann, dachten wir und führten sie zurück
in die Box, wo sie sich recht schnell wieder beruhigte. Wir waren
davon überzeugt, dass der Streß im Hänger die Rosse
beendet hatte.
Ein wenig enttäuscht, aber dennoch froh, dass Heidi den (nicht
vollzogenen) Akt sehr gut überstanden hat, fuhren wir nach Hause
und liesen Heidi im neuen Stall zurück für diese Nacht,
überzeugt davon, dass wir sie morgen aufgrund abgebrochener Rosse
wieder mit heim nehmen würden.
2. April 2008
Am Vormittag hat der Hengsthalter Heidi wieder aus
der Box geholt und sie dem Hengst vorgeführt. Zwar war Heidi
die Ruhe selbst und auch freundlich zum Hengst, doch sie wollte noch
immer nicht rossen und ihn nicht drüberlassen. Aber auch jetzt
kein Abschlagen! Der Hengsthalter hat sicher gedacht, dass wir eine
Rosse nicht von "Pipimachen" unterscheiden können und
uns insgeheim für deppert erklärt.
Also wieder ab in die Box und das wars dann, keine Rosse, kein Deckakt.
Der Hengst hatte auch schon die Schnautze voll.
Doch der gute Mann gab nicht auf und führte sie 2 Stunden später
WIEDER raus, band sie an und holte den Hengst aus der Box. Und siehe
da! Der Hengst war noch nicht ganz aus der Box, da brachen die Dämme
und unser Heidilein setze den Hof unter Wasser, so sehr rosste sie!
Und der Hengst war ganz angetan (ach?) und konnte eeeeendlich das
tun, wofür er bestimmt war!
Endlich klappte es und sie stand wie eine alte erfahrene Stute und
wusste plötzlich ganz genau, was zu tun war!
Wir sind uns sicher, dass die anderen alten Stuten im Stall sie mal
auf die Schnelle aufgeklärt hatten, was man denn so zu tun hat
als Stute vor einem Hengst! ;)
All das hat sie lammfromm über sich ergehen lassen, und hat sich
auch von wildfremden Menschen, die sie noch nie gesehen hat anfassen,
führen und hantieren lassen. Super! Nun noch abwarten, bis die
Rosse vorbei ist (1-2 Sprünge müssten sich noch ausgehen)
und dann wieder heim und hoffen, dass sie aufgenommen hat!
4. April 2008
Auch heute wieder ein erfolgreicher Deckversuch und diesmal haben wir es auch fotografisch festhalten können. In der Galerie ist ein Bild des mächtigen Hengstes zu sehen. Erstaunlich vor allem die Unterschiede der Hufe der beiden Pferde (Pizzateller gegen Mokkatassen-Untersetzer *g*). Die Rosse hält nun schon 10 Tage an, was eigentlich ehr ungewöhnlich ist...
8. April 2008
Heidi wurde nun 4 mal besprungen und das sollte im
Regelfall ausreichen, damit sie trächtig werden kann. Daher haben
wir sie heute wieder abgeholt. Sichtlich gierig, wieder nach Hause
zu kommen, ging sie auch recht brav in den Hänger. Zwar nicht
ganz so brav wie das letze Mal, aber auch ohne größere
Schwierigkeiten. Zuvor haben wir sie jedoch noch 20 Minuten durch
den Schnee toben lassen, damit sie sich austoben kann, denn sie stand
ja jetzt doch ein paar Tage lang nur in der Box.
Die Fahrt jedoch war wiedermal die Hölle für sie und für
uns auch ein Geduldsspiel, denn wir hatten echt Angst, dass Heidi
den Hänger zerlegt, so hat sie während der Fahrt darin randaliert.
Gott sei Dank war der Hänger stabil und die Fahrt nach 20 Minuten
zu Ende. Sobald sie dann aus dem Hänger raus war und wieder bei
den anderen Zicken auf der Koppel stand, war dann schnell wieder alles
im Lot.
Nun heißt es hoffen, dass sie aufgenommen hat und wir sind gespannt
auf das Ausbleiben der nächsten Rosse ;)
9. April 2008
Wieder mal eine Premiere... diesmal jedoch eine sehr
unerfreuliche. Scheinbar durch die Futterumstellung im Deckstall hat
Heidi heute mittag ihre erste Kolik bekommen. Sie ist einfach von
jetzt auf gleich umgefallen und wollte nicht mehr aufstehn. Sie konnte
sich auch nicht mehr auf den Beinen halten und knickte ständig
ein. Wir haben sie dann gezwungen aufzustehn, Koliktropfen rein, Arzt
angerufen und gleich ins Viereck mit ihr zur leichten Bewegung. Die
Kolikspritze vom Arzt hat auch recht schnell geholfen und sie hat
sich schnell wieder erholt.
Doch am Abend lag sie schon wieder da! Die nächste Kolik. Wenn
Heidi was macht, dann gleich in die Vollen!
Also Arzt wieder her, Koliktropfen rein, ab ins Viereck und marchieren.
Als der Arzt endlich kam (30 Minuten später diesmal), war die
Kolik fast schon vorbei und wir haben sie in die Box verfrachtet und
ihr jeglichen Futterzugang unmöglich gemacht, was natürlich
mit "Randale" belohnt wurde. Hoffen wir, dass die Nacht
ohne weitere Kolik verläuft!
3. Mai 2008
Da Heidi seit Deckung noch immer keine Rosse hatte,
werten wir dies als gutes Zeichen! Scheinbar ist sie trächtig
:)
Nächste Woche werden wir dann mal ein Ultraschall machen um zu
sehen, was sich da in dem Pferdchen eingenistet hat.
Scheinbar haben wir mit Heidi mehr Glück als mir unserer ersten
Stute!
10. Mai 2008
Mittlerweile ist Heidi so weit, dass ich sie ohne Probleme in allen GGA im Viereck reiten kann und sie hat selbt mit meinen oft schlechten Hilfen keine Probleme und folgt mir tadellos, was mich persönlich sehr freut, denn normal habe ich öfter mal Schwierigkeiten, die Hilfen so zu setzen, dass das Pferd mich versteht ;)
15. Mai 2008
Nach einem recht nervigen 30-minütigen Geduldsspiel schaffte es die TÄ endlich die Ultraschalluntersuchung an Heidi vorzunehmen und siehe da: Nun ist es offiziell, Heidi ist trächtig :)
18. Mai 2008
Die Stunde der Wahrheit, erster Ausritt!
Nachdem Heidi eine Woche zuvor schonmal an der "Leine" mit
unserer Norikerstute einen kurzen Ausflug ins steirische "Outback"
gemacht hat (wobei Heidi sehr nervös war), wollte es Christina
nun wissen. Zusammen mit unserer Norikerstute (die mittlerweile Heidis
beste Freundin ist) ging es beritten nach draußen, auf den Berg
hinterm Haus. Und siehe da, sie war sehr brav, nur sehr wenig ängstlich
und ging in allen GGA im Gelände ohne Probleme! Sie ging sogar
voraus und "zog" die etwas trägere Norikerstute fast
mit sich. Der letzte Schritt ist somit getan und Heidi ist nun im
Prinzip fast fertig zugeritten! Was jetzt noch kommt sind Feinheiten
und der Ausritt alleine.
Und ich selber freue mich sehr auf den ersten Ausritt auf unserem
Satansbraten, der mittlerweile brav wie ein Englein ist.
Anerkennend muss man sagen, dass Christina, unsere Zureiterin mit
Heidi erst ihr zweites Pferd zugeritten hat (Die Norikerstute Kristl
war das erste) und mit ihr wirklich ihr Meisterstück abgelegt
hat, denn niemand hätte noch vor einem halben Jahr gedacht, dass
wir jemals auf diesem Pferd sitzen werden! Hut ab kann ich nur sagen!
:)
15. November 2008
Da ich selber aus beruflichen Gründen leider
fast keine Zeit mehr die Pferde habe, habe ich seit einiger Zeit nach
einer Pflegeperson auf Reitbeteiligungsbasis für Heidi gesucht.
Da Heidi mittlerweile sehr gut eingeritten ist und sehr brav im Umgang
ist, ist das kein Problem.
Allerdings stellte es sich als nicht ganz einfach heraus eine passende
Reiterin für sie zu finden. Sie trägt zwar jeden, aber wenn
sie die betreffende Person nicht 100% mag, kann der Reiter noch so
gut sein, Heidi macht was sie will (Eigentlich gut so *g*). Nach mehreren
Fehlversuchen haben wir nun eindlich ein nettes Mädel gefunden,
dass von Heidi akzeptiert wird (was nicht oft vorkommt!). Die beiden
passen gut zusammen und Heidi wird nun wieder regelmäßig
gearbeitet und geritten, zumal sie schon mit Begeisterung ihre ersten
kleinen Circensischen Lektionen lernt.
Sie wird jetzt noch bis Ende Dezember geritten und dann ist sie zu breit um noch untern den Sattel zu passen, denn das Fohlen ist schon recht dick geworden und Heidi zum "Mostfassl" ;-)
Und wenn alles gut geht, wird sie Mitte März ihr Fohlen bekommen.
17. März 2009
Nach langem Warten und Winterpause ist es nun endlich so weit. Das
Fohlen ist da! :)
Um 23:05 kam die kleine "Kitayka" zur Welt. Mit etwas Nachhilfe,
aber doch ohne größere Komplikationen. Zwar ist es Heidis
erstes Fohlen, aber sie nahm es alles sehr gelassen hin, wie eine
Alte. Es lebe der Instinkt ;)
Die Kleine ist schwarz-weiß gescheckt, Tobiano, wie Vater und Mutter. Auf der einen Seite ähnelt die Scheckung dem Vater auf der anderen der Mutter. Sie kann ihre Herkunft definitiv nicht verleugnen!
Es hat (ganz der Tinker-Vater) einen süßen Bart und mit etwas Glück bekommt es auch den Fesselbehang des Vaters. Wir werden sehn :)
Fotos der Kleinen werden folgen und werden in der Bildergalerie zu finden sein.
Dank Beschützerinstinkt ist Heidi derzeit leider völlig unberechenbar und aggressiv wenn ihr jemand zu nahe kommt, aber das wird sich bald legen, wenn das Fohlen erstmal ein paar Wochen alt ist. (Hoffentlich *g*)
1. April 2009
So wie es aussieht kennt wohl auch unsere Heidi die Tradition des "in den April schickens". Bislang war es so, dass sie mit Fohlen bei Fuß niemanden in ihre Nähe gelassen hat ohne ihm deutlich zu sagen "komm noch einen Schritt näher und du bekommst Flügel". Nichtmal ich oder Christina konnten lange in ihrer Nähe bleiben, wenn die Kleine dabei war.
Doch da Christina allgemein ein wenig verrückt ist *grins* schnappte sie sich heute das Heidilein samt Fohlen und führte sie aus der Koppel raus. An sich ein Selbstmordakt sondersgleichen, war unser "kleiner Teufel" jedoch plötzlich wieder lammfromm und völlig brav, als wäre nie etwas gewesen. Kein Beschützerdrang mehr, nix. Die kleine Kitty brav hinterher gings geführt durchs Viereck...
Sie hat uns schön verarscht, die Heidi ;)
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